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Ein herzliches Willkommen für Gäste aus aller Welt

Männer in unterschiedlichen Uniformen sitzen sich an einem Tisch gegenüber.

Angeregte Gespräche – über Nationen (und Teilstreitkräfte) hinweg. (Foto: har)

Ralph Sudau macht es bei seiner Begrüßung an diesem Abend nicht ausführlich: „Der Sinn und Zweck dieses Abends sind das Gespräch bei gutem Essen und Trinken, das gegenseitige Kennenlernen und die Pflege der Freundschaft und der Kameradschaft unter Seeleuten verschiedener Nationen – und Sie sind die Hauptpersonen und nicht ich als einsamer Redner mit einer tiefgehenden, ausschweifenden Ansprache.“

Kurz zuvor sind die vielen Gäste von verschiedenen ausländischen Schiffen im Marinestützpunkt in der Wik an den Düsternbrooker Weg gekommen. Ihre Einheiten waren zum größten Teil erst im Laufe des Morgens in die Kieler Förde eingelaufen.

Uniformmützen liegen gestapelt auf einer Glasvitrine mit einem grauen Kriegsschiff.

Die Mützen bleiben beim Abendessen draußen. Diese Tradition gibt es nicht nur in Deutschland. (Foto: har)

Englisch ist an diesem Abend die Sprache der Wahl

Der erste Vorsitzende der Marinekameradschaft Kiel erinnerte kurz auf Deutsch und auf Englisch an die 104 Jahre währende Geschichte des Vereins, begrüßte außer den Gästen aus aller Welt auch die Mitglieder, Freunde und Gönner des Vereins. Zwei  Gäste erwähnte Sudau allerdings besonders:  Ingrid Lietzow, frühere Ratsfrau und regelmäßiger Gast bei den internationalen Abenden, sowie den ersten stellvertretenden Stadtpräsidenten, Robert Vollborn. Überhaupt ist Englisch an diesem Abend die Sprache der Wahl. Denn die Seeleute, die der Einladung ins Marineheim gefolgt sind, stammen unter anderem aus Großbritannien, Spanien, Dänemark und der Volksrepublik China.

Zwei Männer im Gespräch vor sitzenden Zuschauern.

Ein Geschenk für die Marinekameradschaft: Robert Vollborn überreicht Ralph Sudau die aktuelle Kieler-Woche-Plakette. (Foto: har)

Die Rolle der Stadt in der Segelwelt

Robert Vollborn überbringt an diesem Abend die Grüße der Stadt Kiel. Er ist heute in Uniform gekommen. Der Fregattenkapitän d.R. hat eine besondere Beziehung zur Marine und dient als Reservist in der Funktion des Leiters des Kreisverbindungskommandos Kiel im Bereich der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit.

Vollborn zeigt seine Freude über die große Resonanz auf die Einladung zu diesem Internationalen Bordabend. Er erinnert an die Entstehungsgeschichte der Kieler Woche, die in Regatten der Marine ihren Anfang fand. Und er betont das Selbstverständnis der Stadt Kiel als „Sailing City“ mit einer entsprechenden Bedeutung im Segelsport weltweit.

Mehrere Personen sitzen und stehen um einen Tisch.

Es ist warm an diesem Abend vor Beginn der Kieler Woche. Aber die Gäste und Gastgeber zeigen sich zufrieden. (Foto: har)

Gegenseitiges Kennenlernen bei gutem Essen und Trinken

Der folgende Abend hält dann genau das, was sich der erste Vorsitzende Ralph Sudau für diese Veranstaltung gewünscht hat – gegenseitiges Kennenlernen, angeregte Gespräche zur Not mit „Händen und Füßen“, fantastisches Essen und Trinken, aufgetischt von den neuen Pächtern des „LAGOM“ im Marineheim und schließlich auch das, was Völker schon immer verbunden hat: das Singen. Das Fazit vieler zufriedener Gäste: Die Marinekameradschaft müsse schon mindestens 105 Jahre alte werden, denn man wolle doch gern im kommenden Jahr wiederkommen nach Kiel ins schöne Heim der Marinekameradschaft.
Klaas Hartmann-Moritzen

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